
Geschichte
Foto © Christian Jarolim
Die Geschichte des Freudenthals ist untrennbar mit der Glasherstellung verbunden. Ab 1716 entstand im waldreichen Tal des Sprenzlbaches eine Glashütte, die über Generationen hinweg das Leben des Ortes prägte. Aus Sand, Feuer, Holz und handwerklichem Können wurden hier verschiedenste Glaswaren gefertigt – von einfachem Gebrauchsglas über feines Kristall- und Farbglas bis zu Apotheken- und Medizingläsern. Die Glasfabrik Freudenthal war bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1942 einer der bedeutendsten Arbeitgeber des Attergaus und belieferte Kundschaften weit über die Region hinaus.
Diese Bedeutung lebt im „Gläsernen Tal“ weiter. Der Themenweg zwischen Weißenkirchen im Attergau und Freudenthal macht die Geschichte der Glashütte, ihrer Menschen und ihrer Produkte bis heute erfahrbar. Gemeinsam mit dem Glasmuseum Weißenkirchen bewahrt er ein kulturelles Erbe, das weit über das Tal hinausstrahlte: Freudenthaler Glas fand Absatz in vielen Teilen der Donaumonarchie, erreichte Apotheken, Betriebe, Haushalte und Sammlungen – und erzählt bis heute von einem Ort, an dem Handwerk, Industriegeschichte und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenkamen.
